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23.10.2026

Steuerschätzung: Einnahmen stabil, Bund bleibt unter Spardruck

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden werden 2026 voraussichtlich 997,9 Milliarden Euro erreichen und damit nahezu auf dem Niveau der Mai-Steuerschätzung liegen. Für die folgenden Jahre rechnen die Steuerschätzer mit höheren Einnahmen als bislang erwartet. Im Vergleich zur Prognose vom Frühjahr sollen die Staatseinnahmen durchschnittlich um rund elf Milliarden Euro pro Jahr höher ausfallen. Dies teilt das Bundesfinanzministerium mit.

Während Länder und Kommunen durchweg mit Mehreinnahmen rechnen können, fällt die Entwicklung beim Bund weniger günstig aus. Dort liegen die erwarteten Steuereinnahmen in einigen Jahren sogar unter den bisherigen Annahmen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) wertete das Ergebnis trotz internationaler Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheiten als Zeichen einer robusten Entwicklung. Neue finanzielle Spielräume entstünden 2027 allerdings nicht. Zugleich müsse der Bund keine zusätzlichen Finanzierungslücken schließen. Am Konsolidierungskurs will die Bundesregierung dennoch festhalten, um langfristig wieder größere Handlungsspielräume zu gewinnen.

Bundesfinanzministerium, PM vom 22.10.2026